MAKO Knieprothese

Präzision, Sicherheit und Individualität in der Kniechirurgie

Seit 2018 setzen wir als erstes Zentrum in der Schweiz routinemässig den Operationsroboter MAKO ein: Ein bisher nicht gekanntes Mass an Präzision und Patientensicherheit hat die Knieprothetik revolutioniert.

Als erste Operateure der Schweiz haben wir zusammen mit unseren Partnern vom Berner Prothetikzentrum bereits über 3'000 MAKO-assistierte Operationen erfolgreich durchgeführt und verfügen somit mit bald 7-jähriger MAKO-Praxis über viel Erfahrung mit dieser hochpräzisen Technologie.

Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen die Vorteile der Robotertechnik. Die Technologie ermöglicht präzisere und schonendere Operationen, eine individuelle Anpassung der Prothese und insgesamt eine höhere Patientensicherheit. Das Risiko für Folgeeingriffe kann gesenkt werden - bei Knie-Teilprothesen sogar bis zu 75%. Es ist wissenschaftlich belegt, dass die Rehabilitation nach robotergestützter Knieprothese in der Regel rascher verläuft als mit konventionellen Methoden. Die Passform und Ausrichtung der Implantate ist deutlich verbessert und Fehlpositionierungen können vermieden werden. Über 95% unserer Patientinnen und Patienten entscheiden sich für eine Operation mit dem MAKO Roboter.

« Dr. Schneider hat mich sehr gut beraten und mir bei der Besprechung alles genau erklärt. Er zeigte mir auch auf, wie präzis der MAKO arbeitet und dass es dabei fast nie zu Komplikationen kommt. Ich hatte dementsprechend auch keine Angst vor der Operation. »

Walter Eichenberger, ehemaliger YB-Goalie

Wie läuft eine Operation mit dem MAKO-Roboter genau ab?

Präoperative Planung

Bereits vor der Operation wird ein CT-Scan des betroffenen Gelenks angefertigt. Diese Untersuchung dauert nur wenige Minuten. Die CT-Bilder werden in die MAKO-Software geladen, die daraus ein virtuelles 3D-Modell Ihres Gelenks erstellt.

Die Chirurgen planen anhand dieser Daten die genaue Positionierung des Implantats, die Bandspannung und den Umfang des notwendigen Knochenabbaus.

Vorbereitung und Beginn der Operation

Die Operation wird am vereinbarten Operationstag in Vollnarkose oder Spinalanästhesie durchgeführt. Das gesamte Operationsprozedere unterscheidet sich nicht wesentlich von einer Knieprothesenoperation ohne Robotik.

Während Sie auf die Operation vorbereitet werden, wird der Roboterarm im Operationssaal kalibriert. Wenn Sie in den Operationssaal gefahren werden, ist bereits alles aufgebaut und vorbereitet.

Auch der Operationszugang sowie die Darstellung des Kniegelenks unterscheiden sich nicht wesentlich von einer "normalen" Knieprothesenoperation. Der MAKO-Roboterarm wird in Position gebracht und mit dem Patienten verbunden, in dem optische Marker am Ober- und Unterschenkelknochen befestigt werden. So können während der gesamten Operation die exakten anatomischen Daten abgeglichen werden.

Während der Operation wird zusätzlich noch die Kinematik der Kniebänder erfasst. Die Software des Roboters erkennt dabei die individuellen Eigenheiten Ihrer Kniebänder und die Prothese kann aufgrund dieser aktuell gewonnenen Daten anhand der Bandspannung nochmals exakt ausgerichtet werden. Auch dieser Schritt erfolgt erst einmal virtuell, also am 3D-Modell auf dem Bildschirm, noch bevor die ersten Fräs- oder Sägeschnitte vorgenommen werden.

Ziel ist es, ein über den gesamten Bewegungsradius stabiles Gelenk mit einem möglichst natürlichen Bewegungsablauf zu rekonstruieren.

Ist die Prothese im Modell korrekt platziert und die Kniebänder seitengleich stabil gespannt, beginnt der eigentliche Operationsvorgang. Der Roboterarm wird an den Operationstisch gefahren und eingerichtet.

Knochenpräparation mit dem MAKO-Roboter

Der Chirurg führt das Instrument, aber der MAKO-Roboter gibt die Schnittebene exakt vor. Weicht der Chirurg auch nur um Millimeter ab, wird der Fräsvorgang gestoppt.

Der Roboterarm arbeitet dabei mit einer theoretischen Genauigkeit von 0.1mm und 0.5°.

Dadurch wird der Knochenabbau minimal-invasiv und hochpräzise durchgeführt, die umliegenden Weichteilstrukturen geschützt. Sie sind maximal vor einer unbeabsichtigten Verletzung von Nerven und Gefässen geschützt.

Implantation der Prothese

Nachdem alle Sägeschnitte durchgeführt sind und Ihr Gelenk vorbereitet ist, wird eine Probeprothese eingesetzt und nochmals der korrekte Sitz und die korrekte Bandstabilität des neuen Kniegelenkes mit Hilfe des Computers überprüft. Sollten sich noch irgendwelche Abweichungen zeigen, können diese noch korrigiert werden. Abschliessend wird das definitive neue Kniegelenk exakt nach der Planung eingesetzt. Der Chirurg überprüft noch einmal die Stabilität und Beweglichkeit des Implantats.

Wundverschluss und Nachsorge

Nach erfolgreicher Implantation wird die Wunde verschlossen und Sie kommen in den Aufwachraum. Dank den minimal-invasiven Operationswunden und unserem optimierten Nachbehandlungsschema zusammen mit den involvierten Fachabteilungen Anästhesie, Pflege und Physiotherapie ist in der Regel ist ab dem Operationstag die volle Belastung und freie Beweglichkeit des Knies bereits wieder möglich.

Die MAKO-Technologie - wo sind die Risiken?

Nach über 10 Jahren klinischer Anwendung des MAKO-Systems gibt es bereits zahlreiche Studien, die den Nutzen der Robotertechnik herausstellen. Durch eine permanente wissenschaftliche Nachuntersuchung unserer Patientinnen und Patienten verfügen wir auch über eigene wissenschaftliche Daten:

Knie-Teilprothesen

  • Diese zeigen eine Reduktion der Komplikationen um 75% seit der Einführung der Roboter-Technik.
  • Geringste Re-Operationsrate für roboterassistierte Teilprothesen im Schweizer Prothesenregister nach 5 Jahren.
  • Verbesserte Prothesen-Passung durch die bildgestützte Planung im Vergleich zu anderen Technologien.
  • Geringere postoperative Schmerzen und schnellere Rehabilitation in zahlreichen Studien.

Knie-Totalprothesen

  • Reduktion der 5-Jahres-Komplikationsrate seit Einführung der Robotertechnik um ca. 30%.
  • Höhere Patientenzufriedenheit nach Knieprothese durch Umsetzung einer individualisierten Prothesenposition.
  • Geringerer Bedarf an Physiotherapie nach der Operation im Vergleich zu vor Einführung des Roboters.
  • Reduktion des Spitalaufenthalts um 1-2 Tage seit Einführung der Roboter-Technik.

Trotz der nachgewiesenen Vorteile weisen wir darauf hin, dass eine perfekt funktionierende Prothese, die ohne Roboter-Unterstützung implantiert wurde, immer gleichwertig einer Prothese ist, die mit Roboter-Unterstützung perfekt implantiert wurde. Der Operateur und seine Erfahrung spielen in beiden Szenarien eine entscheidende Rolle.

Nach unserer langjährigen Erfahrung hilft der Technologie-Einsatz aber bei der Standardisierung und Reproduzierbarkeit des Eingriffs und erhöht somit die Wahrscheinlichkeit der Effekte, die zu einem perfekten Operationsergebnis führen.

Häufige Fragen

« Ich kann beim Wandern wieder problemlos alle Auf- und Abstiege bewältigen, sogar grossteils ohne Wanderstöcke. Ich bin sehr glücklich darüber. Das übertrifft meine Erwartungen bei Weitem. »

Conrad G., Zürich

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